Plato der griechische Bummler · 1833–1893 · Schriftsteller, Redakteur
Ein Porträtfoto (Illustrirte Zeitung, 1893) ist bekannt, liegt aber nur in sehr kleiner Auflösung vor. Für diese Seite reicht das noch nicht. 〔Bildbeschaffung offen, siehe /quellen/was-wir-nicht-wissen/〕
Herkunft und Weg nach Prag
Schriftsteller und Redakteur, 1848 Sekretär der preußischen Nationalversammlung. Von 1857 bis 1861 lebte er in Prag. [HLA-12]
Was er in der Praga war und tat
Schmidt-Weißenfels war der erste Kanzler der Praga und Verfasser ihrer ersten Verfassung, des „Urspiegel" von 1861 — dafür nahm er ausdrücklich Platons „Politeia" zum Vorbild, woher sein Rittername stammt. Ihm wird der Wahlspruch „In arte voluptas" zugeschrieben, ebenso die Idee des Uhu-Altars: „Den Göttern gebühret ein Altar und ein Kult; ohne sie geht einem Gotte die Bedeutung ab." [HLA-12]
Nach eigener Angabe war er bereits am 1. Mai 1859 „Ritter in Schlaraffia" — fünf Monate vor dem 10. Oktober. Die Verbandschronik liest das als Hinweis, dass er schon vor dem Gründungsabend an der Kristallisierung der werdenden Schlaraffia mitwirkte, auch wenn das „Rittertum" selbst erst später entstand. [VCH I] → Der 10. Oktober 1859
Zur Fahnenweihe am 30. Mai 1861 hielt er als Kanzler die Festrede. [CHR-A]
Was aus ihm wurde
Er verließ Prag am 20. Juli 1861. Seine Abschiedsworte an die Runde: „Seid einig! einig! einig!" Die Praga machte ihn zum Ehrenkanzler auf ewige Zeiten und, dem Brauch der Zeit gemäß, feierlich „einbalsamiert". 1865 gründete er in Berlin die Berolina. [HLA-12]
Wo er heute liegt
Sein Grab ist mit einer Inschrift dokumentiert; genauere Angaben stehen noch aus.
„Seid einig! einig! einig!"
— Eduard Schmidt-Weißenfels, Abschied von der Praga, 20. Juli 1861 [HLA-12]
Quellen zu dieser Person: [HLA-12, VCH I, CHR-A] → Zurück zu den Urschlaraffen