Pforte, Türfüllungen, Geländer

Ein Bauteil blieb in Prag, wo er immer stand. Zwei weitere liegen heute in Bamberg, Braunau und Neckarsulm.

Drei Bauteile derselben Burgpforte, drei getrennte Wege.

Die Pforte — geblieben, wo sie war

Die schmiedeeiserne Burgpforte blieb, anders als fast alles andere, in Prag. Sie wurde unter Denkmalschutz gestellt, wodurch sämtliche Erwerbsversuche schlaraffischer Reyche hinfällig wurden. Nach langen Verhandlungen wurde sie 1998 als Blindtor in die Fassade des dort errichteten Hotelbaus eingesetzt — an der Nordseite der Außenwand, neben der Einfahrt zur Tiefgarage. Diese Pforte gilt als das Original, nicht als Nachbau. Ausführlicher Wortlaut und Foto der danebenhängenden Gedenktafel: → Die Gedenktafeln

Über der Pforte thront noch immer der gegossene Uhu, „ehern, matt und schimmernd", knapp 0,75 Meter hoch:

„Doch ganz hoch oben thront noch immer / Der Uhu, ehern, matt und schimmernd. […] Er hat die Ritter all erfahren / Die unter seiner Obhut waren. / Der Urschlaraffen hehre Burg / Für alle er der Dramaturg."

— Jk Andres (232), Ritterarbeit, a. U. 147

Die Türfüllungen — gerettet nach Bamberg

Die Türfüllungen der Burgpforte mit dem geschnitzten Praga-Wappen und das Emblem „In Arte Voluptas" über dem einstigen Eingang wurden von Rt Murano nach über zweijährigen Bemühungen legal erworben und kurz vor dem Abbruch gerettet. Sie befinden sich heute im h. R. Babenbergia (Bamberg): Die Türfüllungen zieren dort den dortigen Ahallaschrein, das Emblem die Pforte der Metisburg.

Das Geländer — nach Braunau und Neckarsulm

Ein gusseisernes Element des Stiegengeländers, das einst die Schritte der Schlaraffen zur Teutoburg leitete, hängt heute in Braunau am Inn, in der Nähe des Praga-Uhus. Es kam dorthin durch einen Sassen, der „bezeichnender Weise den Ritternamen ‚Glanda' (= ‚Geländer') erhielt".

Die übrigen Geländerteile wurden beim Abbruch von einem Schlaraffen erworben, gelangten nach Ansbach, wurden dort in der H Onoldia nicht verwendet und dem Reych Heylbronnen für die neue Burg in Neckarsulm überlassen. Dort landete auch eine Eisensäule, auf der jetzt der Uhu dieses Reyches thront. Restliche Gitterteile sollen zu Szeptern umgearbeitet worden sein.

Der Nachbau, der stattdessen entstand

Weil er die Pforte selbst nicht mitnehmen konnte, baute Jk Andres ihren Uhu in Kupfer nach — er hängt heute als Leuchte über der Rostra im Reych „Am Erlenanger" (232).

Quellen zu dieser Seite: schlaraffischer Reiseführer; Ritterarbeit Jk Andres (232), a. U. 147; Chronik des Verbandes Allschlaraffia, Band IV.

Alle geretteten Stücke im Überblick