Wendelin von Höllenstein · 1835–1892 · Schauspieler

Herkunft und Weg nach Prag
1858 kam er, wie Eilers, unter Stöger und Thomé ans Prager Ständetheater; ab 1871 wechselte er ans Wiener Burgtheater. [HLA-12]
Was er in der Praga war und tat
Sein Rittername ist eine Selbstpersiflage seines eigenen Namens — die Änderung eines einzigen Buchstabens, „Hallenstein" zu „Höllenstein". Die Vorlage stammt aus Josef Alois Gleichs Geistergeschichte „Wendelin von Höllenstein oder die Todenglocke" (1798, 2. Auflage Wien und Prag 1844); in der Wiener „Ritterschaft von der Grünen Insel" hatte diesen Namen zuvor Dr. Ludwig August Frankl geführt. In Prag trug Hallenstein zusätzlich den Beinamen „das Tausendguldenkraut". [HLA-12]
Am 20. Juli 1861 brachte er aus Frankfurt eine Schellenkappe mit — die Vorlage für das, was später als „Prager Helm" zum festen Bestandteil des Ornats wurde. [CHR-A] 1862 wurde er auf den Thron der Praga gewählt. [VCH I]
Was aus ihm wurde
1880 gründete er die Vindobona in Wien — dasselbe Reych, das heute das Banner von 1861 und das Prunkgestühl der Praga verwahrt. → Was blieb
Sein Abschied von Prag am 2. Mai 1871 wurde in der Wiener Tageszeitung „Die Presse" beschrieben — der früheste greifbare profane Pressebericht über die Praga überhaupt. [HLA-12]
Wo er heute liegt
Er starb 1892.
Ist kein Höllenstein! ist kein Graf Gleichen da!
— Herolds-Ruf vor dem Ritterschlag, bis heute in Reychen der Praga-Linie in Gebrauch
Quellen zu dieser Person: [HLA-12, CHR-A, VCH I] → Zurück zu den Urschlaraffen